Vom Bregenzer Wald zum Lechquellengebiet 11.-14. August 2019

Zu acht machten wir uns auf den Weg in den Bregenzer Wald. Nachdem der Parkplatz gefunden war nahmen wir den knapp über 2 stündigen Aufstieg zur Biberacher Hütte (1842m) bei schönstem Freibadwetter in Angriff. Am Nachmittag wurde noch die Hochkünzelspitze (2397m) von fünf bezwungen, die sich mit einer herrlichen Rundumsicht präsentierte, während die übrigen die Sonne im Liegestuhl und Hängematte genossen. Der Wetterbericht war sich am nächsten Tag ziemlich einig: 99 % Regen! Die Gipfelüberschreitung der Braunarlspitze zur Göppinger Hütte (2245m) war somit vom Tisch, sowie auch ein Umlaufen dieser auf steilen Steigen. So mussten die Bergstiefel einiges an Matsch und Nässe aushalten zuerst bergab ins Gadental 600 Hm, dann wieder hinauf in den Gamsboden und zur Hütte 900 Hm. Es war trockener als vorhergesagt, aber 1,5 h vor der Hütte bescherten uns die Wolken einen stetigen Regen, der bis auf die Haut ging. Da am Nachmittag doch noch die Sonne herauskam, wurden die nassen Kleider immer verlegt und gewendet… das bißchen Haushalt eben. Und echt eine Herausforderung, wieder alles zusammen zu finden. Der 3. Tag versprach zwar Trockenheit von oben aber der Untergrund war noch sehr nass, drum taten sich unsere Bergstiefel das eine oder andere Mal schwer mit der Trittsicherheit bis zur Freiburger Hütte (1870m). Ein wunderschöner Abschnitt der Lechquellenrunde, der mit kleinen steilen Rinnen gespickt ist.

Am letzten Tag wurden wir wieder mit Sonne belohnt, jedoch bei 0° C in der Früh. Mit einem Abstecher übers Felsenmeer wurde dann der Lechuferweg unter die Beine genommen. Nach der Mautstelle (wir sind 8 Schwaben!) stiegen wir in den Bus, um wieder zum Auto nach Schoppernau zurück zu kommen. Fazit: 4 Tage bei 25-0°Celsius; Sonne, Regen und Wolken; super Fernsicht bis gar keine sowie passive und aktive Einheiten und eine harmonische unfallfreie Wandergruppe. Zugegeben – es wäre mit mehr Sonnenschein ideal gewesen, aber mit einem Tag Regen bzw. 80% Luftfeuchtigkeit lernt man, seine Erwartungen aufs Nötigste herabzustufen und das ist auch mal gut so.
Text und Bilder: Karin Graf und Rainer Seidl