Schneeschuh Tour bei Immenstadt überm Alpsee vom 31.1. bis 2.2.2020

Schneeschuh-Ausrüstung

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Immerhin war Schnee zu sehen und so startete wir zu siebt mit teilweise ausgeliehener Ausrüstung. Die erste Herausforderung mit der neuen Art der Fortbewegung war die Schneeschuhe an den Rucksack zu befestigen! Dagegen waren die Sonde und die Lawinenschaufel schnell im Rucksack verstaut und auch das LVS Gerät am Körper untergebracht. Nach dem Check der LVS ‘s ging es an die 600 Hm zur Kemptner Hütte, ein Naturfreundehaus unterhalb der Nagelfluhkette. Am Nachmittag wurde noch der Ernstfall geübt – eine fiktive Lawine ging ab und es gab einen Verschütteten zu orten.
Auch der Gipfel durfte nicht fehlen. Der Stuiben wurde bestiegen, die letzten Meter von insg. 450 Hm wieder ohne Schneeschuhe. Da der Schnee durch den nächtlichen Regen sehr schwer war und noch deutlich weniger, verzichten wir am letzten Tag auf weitere kleine Gipfel und gingen direkt wieder durch den Gschwendner Tobel zurück zum Auto.
Da dies die erste Tour dieser Art war, war die Schwierigkeit/Anforderungen gering (**) aber trotzdem ist es nicht mit dem Sommerbergsteigen zu vergleichen sondern anspruchsvoller, wie eine Teilnehmerin feststellen musste.

Text und Fotos: Karin Graf

Gerne möchte ich nun die Teilnehmer zu Wort kommen lassen…

Hermann: Die erste Schneeschuhwanderung unserer Sektion war für mich eine ganz feine Sache. Sehr gute Vorbereitung und Durchführung, herrliche Bergeindrücke, nette Gruppe und die Wettergöttin meinte es auch gut mit uns und: Ich habe lawinentechnisch sehr viel gelernt.

Claudia: Für mich, als Wintersport-Neuling ist das Schneeschuhwandern ein leichter und idealer Einstieg gewesen. Ich habe sehr die Ruhe in der verschneiten Landschaft genossen; auch das doch relativ gemächliche Gehen hintereinander in einer Spur, hat dazu beigetragen. Man kann dabei gut entspannen und seinen Gedanken nachhängen. Etwas völlig Neues, aber sehr interessant, war für mich natürlich auch die Risikoabschätzung im Gelände und die Einweisung und Übungen zur Lawinenkunde.

Renate: Schon beim Aufstieg zum Naturfreundehaus wurden wir immer wieder angehalten, uns das Gelände anzusehen. Wie steil schätzen wir den Hang ein? Was haben wir für eine Lawinenstufe? Wie ist die Exposition des Hanges? Alles Fragen und noch einige mehr, die uns gestellt wurden, aber die dann auch von Karin beantwortet worden sind. Auch im Umgang mit dem LVS Gerät, wurden wir geschult. Dadurch konnten wir viel lernen, so dass ich es mir nun zutraue, selbst eine Schneeschuhtour vorzubereiten.

Erich: Unterwegs wurde uns einiges an Lawinenkunde und über das Gehen mit unseren Schneeschuhen im steilen Gelände vermittelt. Wir führten LVS-Übungen im Gelände durch, dabei waren das simulierte Auffinden von verschütteten Personen mit Einsatz unserer LVS Geräte, Lawinensonden und –schaufeln in Gebrauch. Auf dem Rückweg waren wir uns einig, dass es eine gelungene und interessante Auftaktveranstaltung für Schneeschuh Wanderer beim DAV war und man das gerne wiederholen könnte.