Ideen zur Abwehrstärkung

Genieße auch mal eine Weile die Ruhe, finde Dinge, die dir Freude machen: den Garten, einen Sonnenaufgang, einen Sonnenuntergang, die aufblühende Natur

Liebe Bergfreunde,

als Naturschutzreferentin möchte ich euch in diesen besonderen Zeiten in Erinnerung rufen, was wir eigentlich wissen – doch setzen wir es auch um? Vielleicht nimmt die eine oder der andere die nachfolgenden Zeilen zum Anlass, aus dem reichhaltigen „Menü“ der Ideen das Passende für sich herauszupicken. Als Dank winkt die damit verbundene Steigerung der persönlichen Abwehrkräfte, des persönlichen Immunsystems. Und das ist doch im Moment sehr wertvoll!

Zuallererst ein Zitat aus Wikipedia:

„Als Immunsystem (von lateinisch „immunis“ übersetzt „unberührt, frei, rein“) wird das biologische Abwehrsystem höherer Lebewesen bezeichnet, das Gewebeschädigungen durch Krankheitserreger verhindert. Dieses körpereigene Abwehrsystem entfernt in den Körper eingedrungene Mikroorganismen, fremde Substanzen und ist außerdem in der Lage, fehlerhaft gewordene körpereigene Zellen zu zerstören. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus verschiedenen Organen, Zelltypen und Molekülen und der zentrale Forschungsgegenstand der Immunologie.

Das Immunsystem hat eine große Bedeutung für die körperliche Unversehrtheit von Lebewesen, denn praktisch alle Organismen sind ständig den Einflüssen der belebten Umwelt ausgesetzt; manche dieser Einflüsse stellen eine Bedrohung dar: Wenn schädliche Mikroorganismen in den Körper eindringen, kann dies zu Funktionsstörungen und Krankheiten führen. Typische Krankheitserreger sind Bakterien, Viren und Pilze. Alle Lebewesen verfügen daher über Schutzfunktionen.“

Also wir verstehen: Erst wenn ein Virus Zugang zu einer von unseren Körperzellen findet, kann er sich einnisten und vermehren. Weist die Zelle ihn jedoch ab, passiert nichts. Der Virus muss dann unverrichteter Dinge wieder abziehen. Der Vergleich mit einem Angriff auf eine Burg ist da gar nicht so abwegig. Falls die Zelle gerade an tausend anderen Baustellen zu tun hat, dann hat der Virus gute Chancen, sich Zugang zu verschaffen.
Macht es dann Sinn, sich um das Abwehrsystem zu kümmern? Ich denke ja! Also, wie stärken wir nun unser Immunsystem? Können wir selbst etwas dafür tun? Und vor allem auch recht schnell?
Da gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten. Das Gute dabei ist: Das meiste davon ist sehr einfach und lässt sich sofort umsetzen!

Das Tun – oder auch das Lassen/Reduzieren – betrifft dabei ganz verschiedene Lebensbereiche.

Tipp: Manches könnte man ja auch nur einmal für eine gewisse Zeit ausprobieren und schauen, was es mit einem macht und wie man sich fühlt!

1. Ernährung

Tun:

  • Viel frisches saisonales und regionales Gemüse und Obst auf den Speiseplan setzen, auch Sauerkraut bzw. Sauerkrautsaft, Rote Bete usw.
  • Jetzt im Frühjahr bieten sich auch Giersch, Brennnessel und viele weitere Kräuter an, die man im Garten oder bei einem Waldspaziergang sammeln kann.
  • Ein guter Vitamin D-Haushalt ist ebenfalls wichtig.
  • Holunder, Sanddorn, Hagebutten und weitere Beeren – auch als Saft – stärken ebenfalls die Abwehrkräfte.
  • Ingwer (als Gewürz und Tee) und Kurkuma wirken antibakteriell und antiviral.
  • Lakritze – möglichst mit wenig Zucker – soll auch gut sein! Hinweis: Die Gauppsche Apotheke macht Lakritze selber!

Lassen/Reduzieren:

Zucker, Kuchen, Süßigkeiten, Milch (auf Kefir und Naturjoghurt ausweichen), Weißmehl, Weizenprodukte, Fleisch, Kaffee, Alkohol

2. Bewegung

Tun:

  • Aufrecht stehen und tief ein- und ausatmen, am offenen Fenster, auf dem Balkon oder auf der Terrasse.
  • Regelmäßige Bewegung und Spaziergänge – auch durch den Wald. Die „Grünkraft“ des Waldes steht ja momentan beim „Waldbaden“ hoch im Kurs.
  • Was auch eine Idee ist, Kneipp lässt grüßen: nach dem Duschen sich kalt abduschen bzw. Wechselduschen. Bringt auch das Herz-Kreislaufsystem in Schwung!
  • Genieße auch mal eine Weile die Ruhe, finde Dinge, die dir Freude machen: den Garten, einen Sonnenaufgang, einen Sonnenuntergang, die aufblühende Natur …

Lassen/Reduzieren: zu viel vor dem Computer, Tablet oder Handy sitzen.

3. Für genug Schlaf sorgen

Wir haben es sicher alle schon erlebt: nach einem längeren Aufstieg zur Hütte oder nach einem herrlichen Skitag gehen wir womöglich mit so manchem Wehwehchen ins Bett – jeder kennt die allgemeine Hüttenruhezeit, nicht wahr? Also um 22 Uhr ist Feierabend. Und am nächsten Morgen wachen wir erholt und frisch zu neuen Taten auf!
Was ist da in der Nacht passiert? Der Schlaf ist das „Reparaturprogramm“ des Körpers. Und vor allem, gerade der Schlaf vor Mitternacht ist dabei für die Gesunderhaltung ausnehmend wichtig.

Drandenken: Im Schlafzimmer nach Möglichkeit keine Fernseher, keine Laptops, keine Handys (notfalls im Flugmodus).

Viel Freude beim Ausprobieren!

Wichtig: Das, was du tust, mache es aus innerer Überzeugung und Freude! Dir fallen sicher noch mehr Dinge ein, die für DICH PERSÖNLICH den größten Nutzen bringen!

Es sind nur Anregungen für diese herausfordernde Zeit!

Viele liebe Grüße und FFPX – viel Vergnügen und bleibet gsond!

Eure Naturschutz-Refentin Renate Florl