Heilbronner Weg in den Allgäuer Alpen vom 16.09. – 19.09.2021

Früh morgens fuhren die 7 Schwaben ins Lechtal, um den Heilbronner Weg zu meistern. Von Lechleiten aus begann der Aufstieg zur Rappenseehütte am Mutzenkopf vorbei durch den Mutzentobel, der nicht einfach zu begehen war, weil es noch ab und zu regnete, rutschig war, und dieser Abschnitt nicht gut gesichert war. Nach 3 ½ h wurden wir von einem freundlichen Hüttenwirt empfangen, unser eigener Lohn bestand aus Apfelstrudel und Sahne. Die Empfehlung für den nächsten Tag sollten wir erst am Morgen erhalten. Sehr ´grünes ` Licht vom Hüttenwirt zu gehen und nix wie weg, waren wir auf dem Weg zum Heilbronner Weg. Die Bedingungen waren ideal. Es wechselten sich fast durchsichtiger Nebel, blauer Himmel, viel Sonne, Tiefblicke, Begegnungen und fröhliche Heiterkeit ab. Leichte Kletterstellen, eine Leiter und eine kleine Stahlbrücke gaben der Wanderung die richtige Würze. Eine Gipfelrast auf dem Bockkarkopf (2609 m) mit herrlicher Rundumsicht wähnte uns dem Himmel nah. Der Weiterweg war dann nur noch Genuß, vor allem auch dort, wo wir, wie aus dem nebligen Nichts, auf eine ganze Herde von mindestens 10 kapitalen Steinböcken trafen, ein faszinierender Anblick. Nach insgesamt 7 ½ h erreichten wir die Kemptener Hütte ( ebenfalls Haus groß ), die sich leider im Renovierungszustand befand. Der provisorische Waschraum war ca. 15 qm groß, enthielt in der Mitte des Raumes eine Trennwand, gegen die von beiden Seiten jeweils 2 Waschbecken gestellt wurden, eine Seite für Weiblein, eine Seite für Männlein – geht.

Der pure Sonnentag folgte sogleich und wir waren auf dem  Weg zur Hermann-von-Barth-Hütte. Über`s Mädelejoch, dann am Roßgumpenbach entlang aufwärts zur Krottenkopf-scharte (2350 m). Weil`s ein schöner, sonniger Tag war, ließen wir den Großen Krottenkopf nicht links liegen, es war anstrengend, der Gipfel sehr gut besucht und so was von rundum-sichtig – grandios. Am Hermannkarsee vorbei, der tatsächlich zum Bade einlud, ging es noch munter weiter, und wir erreichten auch hier nach 7 Stunden die heimelige und urige Hermann-von-Barth-Hütte, wo wir vom Hüttenwirt sehr freundlich , aber auch korrekt (DAV-Ausweis, Impf-Nachweis) empfangen wurden. Ein Begrüßungstrank (aber selbst bezahlt) auf der Sonnenterasse war dann unser verdienter Lohn. Die Hütte war gut belegt, so daß es kein Wunder war, daß die Stimmung in der gefüllten Wohnstube in Begeisterung ausartete, als der Wirt um 21.50 Uhr zur Ziehharmonika griff, und satte 2 Stunden aufspielte, sang und zum Mitsingen und  Mitjodeln aufforderte. Das vorwiegend junge Publikum war begeistert und wir auch, die Nacht war kurz. Am nächsten Tag stand dann der lange Abstieg nach Elbigenalb an, und um 12.00 Uhr begann unsere Heimfahrt. Ein sehr gutes, gemeinsames Abschiedsessen im Schloßbrauhaus in Schwangau bildete einen perfekten Abschluß für diese sehr gelungene Ausfahrt. Somit Dank an alle Teilnehmer*innen und bleibt`s gesund.

Text und Fotos: Karl Ostermann