Mitgliederversammlung am 25. März 2011
(Ehrung der 40-, 50-, und 60-jährigen Jubilare)
Deutscher Alpenverein – Sektion Schorndorf
Jahreshauptversammlung am 25. März 2011
- Mitgliederzahl weiterhin leicht steigend ─ Wolfgang Haase neues Ehrenmitglied
- Familiengruppe ist ein „Renner“
- Bau- und Renovierungsmaßnahmen an der Schorndorfer Hütte und an der Alpenrosenhütte stehen an
„Bergkameraden sind treu“ heißt es in einem bekannten Bergsteigerlied. Dies ist auch bei der Alpenvereinssektion Schorndorf so. 60 Jahre halten dem Alpenverein die Treue: Karl Härer, Gerda Unterkofler, Julius Kurz und Herbert Gonser. 50 Jahre sind dabei: Hans und Rudi Heck, Günther Stahl, Gerlinde Wöhrle und Else Gehring. Ferner erhielten 10 für 40-jährige und 33 für 25-jährige Mitgliedschaft die Ehrenurkunden.
Wolfgang Haase ist schon weit mehr als 40 Jahre Sektionsmitglied und hatte auch in fast all den Jahren immer ein Ehrenamt inne. Als ausgebildeter Wander- und Tourenführer hat er unzählige Unternehmungen im Gebirge und in unserer Umgebung organisiert und somit vielen Mitgliedern unvergessliche Natur- und Bergerlebnisse vermittelt. Ferner hat er jahrelang die Sektionsbücherei betreut. Auf Vorschlag des Vorstandes und durch einstimmigen Beschluss der Versammlung wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Am 31. Dezember 2010 waren zusammen mit der Bezirksgruppe Backnang 2151 Mitglieder registriert. Beim Gedenken an die 2010 verstorbenen Sektionsmitglieder wurde besonders an den langjährigen Schriftführer und Ehrenmitglied Hans Dittrich gedacht.
(Ehrenmitglied Wolfgang Haase)
Die Sektion Schorndorf hat im vergangenen Jahr den Baden-Württembergischen Sektionentag organisiert. 71 Vertreter aus 32 Sektionen waren in die Barbara-Künkelin-Halle gekommen und wurden auch von Oberbürgermeister Matthias Klopfer begrüßt.
Neu in der Alpenvereinssektion Schorndorf ist die Kinder-Familien-Gruppe. Deren Leiter, Charly Eberle, bisher schon ausgebildeter Wanderführer, hat eine Zusatzausbildung zum Führen dieser Gruppe gemacht. Erfreulicherweise ist die Gruppe bereits voll, so dass jedoch, wenn weiter aufgestockt werden soll, eine weitere Führungskraft benötigt wird.
Den Bericht der Bezirksgruppe Backnang trug Alfred Engel vor. Deren Wanderungen und Bergtouren waren gut besucht. Der einzige im Berichtsjahr geplante Felskletterkurs, an dem auch die Schorndorfer teilnehmen wollten, musste leider wegen schlechtem Wetter abgesagt werden.
Die Klettergruppe und das Kletterhallenbetreuungsteam unter der Leitung von Tobias Landenberger und Volker Hahn kann sich über Zuspruch ebenfalls nicht beklagen. Von Montag- bis Freitagabend geht in der Kletterhalle in der Grauhalde die Post ab. Dort wurde im vergangenen Jahr eine Luft-Entfeuchtungs-Anlage eingebaut, die wegen der starken „Nutzer-Transpiration“ notwendig geworden war. Der Kletterturm in Urbach wird, seit Bestehen der Kletterhalle in Schorndorf, leider kaum mehr genutzt. Die Vorstandschaft will sich in nächster Zeit Gedanken machen, wie es damit weitergehen soll.
Die Dia-Vorträge der vergangenen Saison waren so gut besucht, dass sie sich finanziell getragen haben. Im Vortragswesen gibt es eine erfreuliche Kooperation mit den umliegenden Alpenvereinssektionen Geislingen, Göppingen-Hohenstaufen, Schwäbisch Gmünd und der Bezirksgruppe Backnang.
Die Skiausfahrt zur Alpenrosenhütte in den Faschingsferien ist ein „Selbstläufer“, während die Ausfahrten zum Skisaisonauftakt in den vergangenen Jahren sehr unterschiedliche Teilnehmerzahlen aufwiesen.
Immer was los ist auch bei der Mountainbikegruppe unter der Leitung von Manfred und Gaby Rost. Neben den regelmäßigen Ausfahrten gab es spezielles Fahrtraining, ein Wochenende auf dem Kalten Feld und als Höhepunkt das einwöchige Alpencross. Philipp Eiber hat eine Ausbildung zum Mountainbike-Übungsleiter absolviert.
Große und kleine Konditionstour sind fester Bestandteil des Touren- und Wanderprogramms geworden, ebenso die Ausfahrt zur Alpenrosenhütte oder zum Abschluss die „Viertelestour“. Insgesamt 19 Unternehmungen umfasste der Wanderplan. Die Tourenführer berichteten hinterher von „Traumwetter“ oder aber auch von fast total verregnet oder: wegen Neuschnee war keine Gipfelbesteigung möglich! Eine Bergtour wurde wegen Schlechtwettervorhersage abgesagt. „Höhepunkte“ des Jahres: Jochen Schaal und zwei weitere Sektionsmitglieder waren in Nepal und umrundeten die Annapurna über den Pass Thorong La (5416 m). Mit Karl Ostermann und Jochen Schaal stiegen vier weitere Bergbegeisterte das 4190 Meter hohe Strahlhorn im Wallis. Die Anzahl der Wander- und Tourenführer ist in den letzten Jahren „altersbedingt“ kleiner geworden. Zwei junge Männer haben sich bereit erklärt eine diesbezügliche Ausbildung zu machen. Das schwierigste dabei ist oftmals die Terminplanung, da berufliche (Urlaub) und familiäre Interessen berücksichtigt werden müssen.
Der Punkt Wahlen konnte erfreulicherweise rasch abgewickelt werden. In ihren Ämtern bestätigt wurden 1. Vorsitzender Werner Graß, 2. Vorsitzender und Verwalter Schorndorfer Hütte, Thomas Landmesser, Schriftführerin Bettina Heinrich, Vortragsreferent Willy Auwärter, Mitgliederverwaltung Heinz Bantel, Geschäftsstellenteam Ortrun Brand, Erna Bareiß, Helge Beuttel, Ausbildungsreferent Alfred Engel, Verwalter Kletterhalle Volker Hahn und Tobias Landenberger, Verwalter Kletterturm Torsten Graß.
Neue Schatzmeisterin ist Tanja Kreß für die krankheitshalber ausgeschiedene Margit Dittrich, Günther Pfeil ist neuer Verwalter der Alpenrosenhütte, Karl-Heinz Dittrich hat dieses Amt krankheitshalber abgegeben. Das Wander- und Tourenwarte-Team wurde umbesetzt: Karl Ostermann wird unterstützt von Erich Lehmann und Rolf Grass. Neuer Beisitzer ist Charly Eberle. Für die Bezirksgruppe Backnang fungieren weiterhin als Leiterin der Geschäftsstelle Heiderose Lutz, Vortragreferent Jürgen Schneider und Beisitzer Alfred Engel.
Als neuer Jugendreferent wurde Klaus Strotbek in den Vorstand gewählt. Er übernimmt das Amt von Erich Lehmann.
Breiten Raum nahm bei dieser Hauptversammlung das Thema „unsere Hütten“ ein.
Thomas Landmesser stellte die vorgesehenen Baumaßnahmen an der Schorndorfer Hütte vor. Dafür liegt seit einer Woche eine Baugenehmigung vor. Auch die Naturschutzbehörde hat zugestimmt! Der Flachdachanbau soll ein Satteldach erhalten. Wegen der schlechten Bausubstanz ist wahrscheinlich eine Erneuerung von Grund auf notwendig. Das vorhandene Satteldach auf dem anderen Teil der Hütte soll dann auch gleich saniert und vor allem isoliert werden. Eine Verbesserung und Erweiterung der Sanitäranlagen ist vorgesehen und Vorgaben zum vorbeugenden Brandschutz sind zu erfüllen. Ebenso wird ein weiterer Schuppen zur Brennholzlagerung erstellt. Sektionsmitglied Architekt Martin Spindler schätzt das ganze auf 150 000 Euro. Die Versammlung war einstimmig für dieses Vorhaben. Jetzt werden Zuschussanträge gestellt. Erst wenn Zusagen vorliegen, darf mit dem Bau begonnen werden.
Bei der Alpenrosenhütte ist das ganze noch in der Vorplanung. Um dafür Zuschüsse vom Hauptverein zu bekommen müssen zahlreiche Vorgaben von dieser Seite beachtet werden. Gemeinsam mit dem Hauptverein wurden auch Vorschläge erarbeitet und der Versammlung vorgestellt, die aber Kosten in einer Höhe verursachen würden, die von der Sektion finanziell nicht zu schultern sind. Eine kleine Version (Kostenschätzung 450 000 Euro), auf deren Basis weitergeplant werden soll, wurde von der Versammlung mehrheitlich gutgeheißen.


