Gleich vorneweg sei gesagt, dass es bei dieser Tour vom 10. bis 13. September -- vor allem nachts -- der Jahreszeit entsprechend viel zu warm war. So war dann auch kein „stabiles herbstliches Hoch“ zu erwarten.
Ohne Stau auf der nun durchgängigen A7 bis Füssen, über Reutte, Lermoos und Garmisch wurde Scharnitz erreicht. Die ersten 13 Kilometer durchs Gleirschtal wurden mit dem Taxi bewältigt. Nur noch 600 Höhenmeter und 2 1/2 Stunden Fußweg waren es dann bis zur Pfeishütte (1922m). Bereits am Abend trübte es ein, es fiel auch Regen.
Anderntags die gesamte Landschaft im Nebel. Untätigkeit ist nicht der Bergsteiger/-innen Sache. Einfach mal losgehen über die Mandlscharte Richtung Hafelekar. Kräftigem Regen musste eine halbe Stunde lang getrotzt werden, ehe man in der Bergstation der Hafelekar-Seilbahn Unterschlupf fand. Einigermaßen wieder trocken, wurde der Rückweg dann doch noch zu einem Bergerlebnis.
Es gab schöne Tiefblicke ins Inntal und auf Innsbruck, nachdem die Wolken aufrissen. Die Überschreitung der Gleirschspitze (2317m) wurde ein lohnendes Unternehmen. Bei der Besteigung der 2364m hohen Mandlspitze herrschte dann bereits wieder „Waschküchenwetter“.
Auch am dritten Tag wieder das übliche Bild: Nebel. Hallerangerhaus hieß das Ziel. Über das Stempeljoch (2215 m) und den kühn angelegten „Wilde-Bande-Steig“ erreichte man das 2085m hohe Lafatscher Joch, immer noch im Nebel.. Eine Überschreitung der 2621m hohen Speckkarspitze ist von dort aus möglich.
Wir versuchen’s und wenn’s Wetter schlechter wird drehen wir um, hieß die Devise. Es wurde besser! Zeitweise war man über den Wolken. Die Kletterei (I bis II) über die Felstürme am Südwestgrat machte richtig Spaß. Am Gipfel angekommen waren sogar ab und zu Tiefblicke möglich. Der Abstieg durch Schuttrinnen ging dann ordentlich in die Knie. Bei ganz akzeptablem Bergwetter erreichte man das Tagesziel Hallerangerhaus. -- Nach kurzer Zeit dann allerdings bereits wieder der erste Regenschauer.
Am Schlusstag: 20 Kilometer hinaus und 800 Höhenmeter hinunter sind es nach Scharnitz, immer der jungen Isar entlang. Wieder Nebel und zwischendurch Regen. Die Heustadel unterwegs boten wenigstens Unterstand zur Vesperpause. Trotz aller Wetterkapriolen eine gelungene Tour!
Erich Lehmann und Rolf Grass
Teilnehmer: Erich Lehmann, Rolf Grass, Eugen und Christel Glauner, Jürgen Rentschler, Inge Stadelmann, Andrea Stadelmann, Sonja Rettich, Karin Graf, Birgit Härer
Eine Bildergalerie der Tour kann unter Fotos oder hier angeschaut werden
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|2009-11-14 16:27:40 Karin Graf - Vielen Dank, JürgenVielen Dank, Jürgen, für die tollen Bilder. Mir war gar nicht bewußt, wie oft du Dir getraut hast, deinen Foto raus zu holen, denn das Wetter war ja eher feucht - was man aber auf den Bilder gar nicht sieht! Von daher war es noch einmal so schön, die Tour visuell ein 2. Mal zu erleben!
Karin Graf


